Gefangen in der Zeit - benteuer auf Burg Münzenberg

Ahhhh. Mein Erstlingswerk. Ein erhebendes Gefühl.
Es erschien bereits im November 2013.

Es ist die Geschichte des jungen Chris’, der eines Morgens ein kleines Gerät, nicht unähnlich einem Smartphone, findet. Seiner kindlichen Neugier folgend schaltet er es natürlich an und drückt auf alle möglichen Knöpfe. Er staunt nicht schlecht - nein, er erschreckt fast zu Tode - als plötzlich, wie aus dem Nichts ein Mädchen in seinem Zimmer erscheint: Emma. Ziemlich einfach gekleidet, zerzaust und schmutzig, mit einem kaum verständlichen Dialekt.
Wie kann das sein, wo kommt sie her und was macht sie hier? Chris hat keine Ahnung, was er durch sein neugieriges Herumprobieren angerichtet hat.
Es ist der Beginn eines turbulenten Abenteuers, das ihn in das Jahr 1531 führt, mitten hinein ins Mittelalter. Die Zeit der ehrenhaften Ritter, der halunkigen Schurken und der hinterlistigen Burgherren.

Eine spannende kleine Geschichte, frei erfunden, die länger wurde, als ursprünglich gedacht. Aber mit Zeitreisen ist das nun mal so eine Sache: es ist ziemlich kompliziert !

Ein schönes Buch, muss ich sagen. Spannend, lustig und mit Happy End - eben was für Kinder. In der Druckversion sogar reichlich illustriert - alles selbst gemalt. In der Kindleversion ohne Bilder...dafür aber mit dem einen oder anderen Schreibfehler in allen Versionen.
Ich hatte ja eigentlich gedacht, dass ich der deutschen Sprache mächtig sei. Mehrere Male habe ich die Ur-Version Korrektur gelesen. Und doch habe ich nach der Veröffentlichung den einen oder anderen Fehler entdeckt. Peinlich, peinlich, besonders, wenn man die Fehler von seinen Kindern mit wissendem Lächeln vorgehalten bekommt.

Aber was solls. Eventuell werde ich demnächst eine überarbeitete Version bei Kindle hochladen. Vielleicht entferne ich dabei die dicksten Klopper...

Hier mal eine kleine Leseprobe aus dem Buch

Ein Kapitel mitten aus dem Buch. Emma, das Mädchen aus dem Mittelalter, kommt gerade auf wundersame Weise in der Gegenwart bei Chris an. Das erste Zusammentreffen der beiden Kinder...

 

16:30 - 09.09.2011 - Emma kommt

Mit einem leisen Zischen und einem kaum hörbaren „Plopp“ entstand mitten in Chris’ Zimmer eine Wolke. Sie waberte ein Wenig hin und her und löste sich dann langsam auf. Übrig blieb…Emma.

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16:30 - 09.09.2011 - Emma kommt

Mit einem leisen Zischen und einem kaum hörbaren „Plopp“ entstand mitten in Chris’ Zimmer eine Wolke. Sie waberte ein Wenig hin und her und löste sich dann langsam auf. Übrig blieb…Emma.

Chris wäre vor lauter Schreck fast von der Couch gefallen. Er erschrak derartig, dass es ihm die Sprache verschlug und er nach Atem ringen musste. Sein Herz raste und er wäre am Liebsten aus dem Zimmer gerannt, zu seiner Mutter. Mit einem Mal, so ganz ohne Vorwarnung stand in seinem Zimmer ein Mädchen. Sie war buchstäblich aus dem Nichts erschienen. So wie bei ‚Raumschiff Enterprise’

„Wie kann das sein?“ flüsterte er. „Das gibt’s doch gar nicht“.
Gebannt betrachtete er das Mädchen. Sie war etwa einen Kopf kleiner als er, hatte ein zerrissenes und verdrecktes Kleid an. Sie hatte keine Schuhe an und ihre Füße waren schlammverschmiert. Sie hatte lange blonde Zöpfe und sah alles in allem ziemlich schmutzig aus.

Schwer atmend stand sie vor Chris. Er war sich nicht sicher. Atmete sie so schwer weil sie so große Angst hatte oder war sie lange gerannt? Sie sah sich andauernd hektisch um, so, als würde sie verfolgt. Sie sah genau so verschreckt aus, wie er sich fühlte.

Nach dem kurzen Moment absoluter Dunkelheit, wurde Emma von dem Licht in Chris’ Zimmer geblendet. Sie kniff die Augen zusammen und hielt schützend eine Hand vor ihr Gesicht. Sie drehte sich hektisch um, um zu sehen, wie viel Zeit ihr noch blieb, bis die Soldaten sie schnappen würden. Sie blickte sich um und erkannte schnell, dass hier irgendetwas nicht stimmte. Sie war in irgendeinem Haus, seltsam eingerichtet. Von den Soldaten keine Spur, und von dem Wald auch nicht.
Vor ihr saß ein Junge auf einem Bett. 'Er muss sich vor irgend etwas fürchterlich erschrocken haben', dachte sie. 'Er ist ganz weiß im Gesicht. Vielleicht hat er die Soldaten gesehen und hat Angst vor ihnen, ich kann es ihm nicht verdenken. Vielleicht gehört er aber auch zu ihnen.’
Sie griff instinktiv nach dem ersten Gegenstand, den sie erreichen konnte, um ihn als Waffe zu benutzen. Sie erwischte die Schreibtischlampe und schwang sie drohend in der Luft. Nach der zweiten Umdrehung merkte sie, dass die Lampe eingeschaltet war und durch die Drehungen ein bizarres Licht und Schattenspiel an die Wände warf.
"Ahhhhh, der Knüppel brennt ohne Feuer." Erschrocken warf sie die Lampe in die Richtung, in der Chris saß. Das Kabel beendete den Flug auf halber Strecke. Sie fiel scheppernd zu Boden und ging dabei aus. Schwer atmend stand sie mit dem Rücken an das Bücherregal gepresst und starrte abwechselnd auf Chris und auf die Lampe.

Als sie merkte, dass Chris nicht vorhatte, sie anzugreifen, wurde sie etwas ruhiger.
„Hallo, Du", sagte sich zu Chris und zeigte mit dem Finger auf ihn. "Hast du die Soldaten gesehen? Wo sind sie hin?" Sie drehte sich wieder um und blickte hinter sich. "Wie bin ich hier her gekommen? Wo bin ich hier?“. Sie schnatterte einfach drauf los. Chris verstand kein Wort.

„Wo sind sie hin, bitte…wo sind sie hin? Sie waren direkt hinter mir, 10 oder 15 Mann auf Pferden. Du musst sie doch gesehen haben, wir müssen uns verstecken. Wir sind in Gefahr." Sie hatte sich von dem Regal gelöst und rannte planlos und hektisch durch Chris' Zimmer.

'Ein seltsamer Dialekt', dachte Chris. 'Schwer zu verstehen. Sie sucht jemanden, irgendwelche Soldaten auf Pferden.' 'Auf Pferden ???? Hier ???? Leicht verwirrt, die Kleine.'

„Hallo, hey du, Junge: kannst du reden ?“ Emma war vor Chris stehen geblieben und winkte ihm zu, so als ob sie sich nicht ganz sicher war, dass er sie bemerkt hatte. Sie konnte nicht verstehen, dass er angesichts der ernsthaften Gefahr so ruhig sitzen blieb.

„Ja, natürlich kann ich reden“, erwiderte Chris trotzig, nachdem er den ersten Schreck überwunden hatte. Emmas Gesicht hellte sich etwas auf. Sie merkte, dass von Chris keine direkte Gefahr ausging. Aber sie konnte ihn kaum verstehen.

„Hier gibt es keine Soldaten“, sagte Chris. „Und Pferde auch nicht, verstehst du? Es ist niemand hier außer uns“. Emma sah ihn fassungslos an. Sie hatte Mühe, seinem Kauderwelsch zu folgen. Sie hörte zwar seine Worte und glaubte auch zu verstehen, was der Junge sagte, aber es ergab keinen Sinn.
„Du sprichst wirr. Sie waren direkt hinter mir, gerade eben noch. Eine ganze Horde Soldaten auf Pferden. Und ich war im Wald. Ich bin vor ihnen weggelaufen. Sie verfolgten mich wegen der Kette.“ Sie fasste sich an dem Hals und zog eine große Kette unter ihrem Hemd hervor, so, als müsse sie sich vergewissern, dass sie noch da wäre.
„Nun mal langsam“, sagte Chris. „Du warst eben noch in einem Wald, sagst du und wurdest von Soldaten verfolgt – auf Pferden? Ist das so ein Abenteuerspiel?“
„Ein Spiel? Es war ganz sicher kein Spiel“ fauchte Emma zurück. „Der Hauptmann ist so ziemlich der humorloseste Mensch, den ich kenne. Er hat mich mit seinen Männern verfolgt, im Wald, und sie waren auf Pferden. Das hab ich doch nicht geträumt. Ich bin doch nicht blöd. Es wurde plötzlich dunkel und im nächsten Moment war ich hier. Ach ja, da war plötzlich eine weiße Wolke mitten im Wald. Ich bin mitten durch sie hindurch gerannt.“

Sie redete wie ein Wasserfall. Emma dachte, sie hätte nur noch wenig Zeit, bis die Soldaten sie fassen würden. Jeden Moment rechnete Sie damit, dass die Soldaten durch die Tür stürmen würden. Sie verstand zwar nicht, wie sie in dieses Haus gekommen war, und auch nicht, wieso hier überhaupt ein Haus war und sie hatte auch irgendwie das Gefühl, dass der Jungen keine Gefahr darstellte. Aber sie traute dem Frieden nicht. Nichts, aber auch gar nichts, passte hier zusammen.

Weniger…

Das sagt die Presse...

Bezugsquellen

Ja, man kann das Buch sogar kaufen...

Gefangen in der Zeit
Abenteuer auf Burg Münzenberg

erhältlich hier:

Gedrucktes Exemplar (Paperback)

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